Gedichte

Madlen Fähndrich Campiche

Bergbilder mit poetischer Sprache malen!

Auf dem Weg sein

Beseelte Bewegungen
Bekleiden Lebendiges.

Ab und zu ein Innehalten,
Einkehren in der Einsicht.

Besorgtes Sein,
Ver- zu– auf - oder umdrehen?

Sehnsucht nach Heimkehr,
Verbundenes Ausruhen.

Schwungvolles verliert sich
Neu Richtung nehmend.

Pulsierende Veränderung,
Das Andere im Werden.

Madlen Fähndrich Campiche
Welten

Das Oben
Gefusst auf einem Unten
Dem tragenden Unten
Oft im Schatten des Lichtes.

Wurzelnder Halt
Erlaubt das Schweben in Höhen
Das Sein im Oben
Und
Das Sein im Unten.

Ein Wechselspiel
Das pulsierend zusammenhält
Die Ver-bindung.

Madlen Fähndrich Campiche
Im Übergang

Im Übergang
Das Enge und Begrenzte
Die Sicht im Augenblick
Gerichtet auf das Kommende.

Im Übergang
Ein weder da noch dort Sein
Weder Altes noch Neues fusst
Eine Welt im Dazwischen von Höhen und Tiefen.

Im Übergang
Ein Scheideweg des nicht mehr
Zu dem noch nicht
Wo hoffnungsvolle Zukunftsbilder
Neue mutige Schritte lenken.

Madlen Fähndrich Campiche
Schrittgeschichten

Täler von Lebenswelten
Durchwandern wir
Weg – suchend.

Vom Zwischental zum Haupttal
Von der Nebenbühne auf die Hauptbühne,
Umrahmt vom nächsten Seitental
Mit eigenen Lebensszenen.

Und beim Gehen klingen
vorher, dazwischen und nachher
Mit dem unmittelbaren jetzt zusammen
Und verhallen mit der Kraft
Des nächsten Schrittes.

Im Übergang
Das Hinter-sich-Gelassene
Noch unter den Füssen
Bereits bedrängt von dem vor uns Liegenden.

Madlen Fähndrich Campiche
Nachts am Berg

Kantige schroffe Schründe
Reissen in die Tiefe
Oben am vereisten Grat entlang
Von Stäubende Schneefächern begleitet.
Heult der eisige Wind.

Die gefrorenen Spuren vom sonnigen Tag
Leuchten im Mondlicht beschienen Firn
Den Geschichten von Dir
Möchte ich lauschen immerfort.

Sonniges im Nächtlichen gespiegelt
Aus innersten Bilderwelten
Tröstend wärmende Ruhe in mir
Heimwärtsschritte.

Madlen Fähndrich Campiche